Beschlüsse der 656. Kammersitzung vom 13.12.2016

Beschluss 656-02 "Online-Abstimmung"

Die Elternkammer beschließt auf Ihrer Sitzung am 13.12.2016:

Die Elternkammer setzt für interne Abstimmungen und Umfragen, Meinungsbilder sowie Wahlen, die Online Abstimmungssoftware von Polyas (http://polyas.de) ein. Die Kosten in Höhe von ca. 4 Euro pro Abstimmungsvorgang werden von der Kammer getragen.

Die Entscheidung wird jährlich überprüft, zum nächsten Mal im Dezember 2017.

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Beschluss 656-03 "Eduport_WLAN"

Die Elternkammer beschließt auf Ihrer Sitzung am 13.12.2016:

Die Elternkammer begreift Lernen mit digitalen Medien nicht nur als Selbstzweck zur Steigerung der Medienkompetenz, sondern als eine zeitgemäße Lernform und als Chance, herausfordernden Situationen in heterogenen Lerngruppen gewinnbringend für viele Schülerinnen und Schüler begegnen zu können. Von überragender Wichtigkeit ist zudem, dass Schülerinnen und Schüler ein Grundverständnis vom Informationsmanagement im www erwerben, um befähigt zu werden, sich vor Manipulationen zu schützen. Insofern weisen wir auf die Dringlichkeit und Wichtigkeit hin, Schülerinnen und Schüler an den Schulen individuell und (nicht zuletzt aus Kostengründen) auch unter Verwendung privater Endgeräte ans Netz zu bringen. Das ist zurzeit allein den sechs am BYOD Projekt teilnehmenden Schulen vorbehalten.

Um einen individuellen Zugang zu digitalen Inhalten grundsätzlich zu ermöglichen, fordern wir die Behörde auf, in einem ersten Schritt alle weiterführenden Schulen flächendeckend mit WLAN auszustatten. Damit die Nutzung der digitalen Infrastruktur aber nicht nur dem Lehrpersonal vorbehalten bleibt , sondern Schülerinnen und Schüler die Nutzung digitaler Informationen und Lernangebote - sei es im pädagogischen Netz oder im Internet - über das schulische WLAN ermöglicht wird, ersuchen wir die Behörde vorzusehen, dass nicht nur das Behördenpersonal, sondern auch Schülerinnen und Schüler regelhaft und sofort bei Implementierung von EduPort, spätestens zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 als Nutzer registriert werden.

Eine Registrierung der Eltern soll auf Wunsch ebenfalls erfolgen, sofern es die Schulkonferenz beschließt, da Eltern ansonsten von der schulinternen elektronischen Kommunikation praktisch abgeschnitten sind. Ebenso profitiert die Arbeit schulischer Gremien und Funktionsstellen wie Abteilungsleitungen, Elternrat, Klassenelternvertretungen, Schulsprecher, Schülerrat u. v. m. von einer Einbindung der Eltern, Schülerinnen und Schüler in das Kommunikationsnetz der Schule.

Die Kosten für diese Maßnahmen sind durch die Behörde zu tragen, da durch die Halbierung der IT-Budgets fast aller Schulformen für die kommenden zwei Jahre eine Kostenübernahme durch die Schulen ausgeschlossen erscheint.

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Beschlüsse der 655. Kammersitzung vom 09.11.2016

Beschluss 655-01 "Kammertermine 2017"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 09.11.2016:

Die Plenumssitzungen der Elternkammer finden im Jahr 2017 an folgenden Terminen statt:

Dienstag, 17.01.2017
Dienstag, 14.02.2017
Montag, 20.03.2017 *
Dienstag, 11.04.2017
Dienstag, 16.05.2017
Dienstag, 13.06.2017
Montag, 10.07.2017 *
Dienstag, 12.09.2017
Montag, 09.10.2017 *
Dienstag, 07.11.2017
Dienstag, 05.12.2017

Jeweils in der Zeit von 18:00-21:45h

*über diese Termine wird auf der jeweils vorangehenden Sitzung befunden, ob der Termin stattfindet

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Beschluss 655-02 "Einrichtung temp. Ausschuss Bildungsübergänge"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 09.11.2016:

Die Einrichtung eines temporären Ausschusses Bildungsübergänge.

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Beschlüsse der 653. Kammersitzung vom 04.07.2016

Beschluss 653-01 "Vernetzungsstelle Schulverpflegung"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 04. Juli 2016:

Die Elternkammer Hamburg fordert die BSB auf darauf einzuwirken, dass die Vernetzungsstelle Schulver-pflegung Hamburg über das Jahr 2017 weiterhin Bestand haben wird.

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Beschluss 653-03 "HHer Familientag"

Die Elternkammer beschließt auf Ihrer Sitzung am 04.07.2016 nachfolgend aufgeführten Antrag:

Die Elternkammer Hamburg wird am 27.08.2016 wieder an der Infobörse des Hamburger Familien-tages mit einem Infostand inkl. Kinderaktion teilnehmen. Ziel ist es, mit Eltern ins Gespräch zu kommen, über Elternarbeit im Allgemeinen und die Arbeit der Eltern-kammer im Speziellen zu in-formieren, sowie für Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Federführend bei der Or-ganisation des Infostandes ist der Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit (ÖFFA), als Standbetreuung oder Auf-/Abbauhelfer kann jedes Kammermitglied teilnehmen. Der ÖFFA wird hierzu noch eine E-Mailabfrage starten.

Für den Infostand und die anzubietende Kinderaktion gewährt das Plenum ein Budget von maximal 250 Euro für Dekoration, Verbrauchsmaterial, Flyerdruck etc. Die Posten sind im Einzelnen mit dem Rechnungsführer abzurechnen.

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Beschluss 653-05 "Budgetanpassung Schulbau"

Die Elternkammer beschließt auf ihrer nächsten Sitzung am 04.07.2016 den folgenden Antrag:

Budgetanpassung bei Bauvorhaben des Hamburger Schulbaues (BSB/SBH)

Die Elternkammer Hamburg fordert die Behörden (BSB, SBH) auf, darauf hinzuwirken, die Budgets den ge-stiegenen Preisen im Baugewerbe anzupassen, um nicht Qualitäts- und Leistungsminderungen bei Renovie-rungen und Neubauten hinnehmen zu müssen. Gleichfalls ist eine angemessene Baukostensteigerungsrate für Projekte, für die noch kein Budget besteht, einzurechnen.

Der letzte Rahmenentwurfs-Plan von Schulbau Hamburg umfasst Bauvorhaben in den Jahren von 2013 bis 2019. Aufgrund dieser Planung wurden die Baubudgets pro Projekt erstellt. Nicht eingeplant in die Budgets wurden die Baukostensteigerungen, die real sogar wesentlich höher ausfallen als die allgemeine Preissteige-rung. Die Entwicklung der Bau- und Materialpreise führt inzwischen entweder zu einer nicht kalkulierten Budgetüberschreitung oder aber zu einer Minderung der Qualität durch Einsparungen bei Materialien oder von Räumlichkeiten und Ausstattungen und/oder von Architektenleistungen.

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Beschluss 653-06 "Newsletter"

Die Elternkammer beschließt auf Ihrer Sitzung am 04.07.2016

die Übernahme der Kosten von monatlich 44,95 Euro für den Einsatz des Newsletter-Tools „Mail-chimp“, beginnend ab dem Schuljahr 2016/2017 und zunächst bis zum Ende des Jahres 2016 befris-tet. Zum neuen Jahr wird eine Entscheidung über den weiteren Einsatz im Plenum getroffen.

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Beschluss 653-07 "Positionspapier SL STS"

Die Elternkammer beschließt auf Ihrer Sitzung am 04.07.2016

Das Thema soll in einer Arbeitsgruppe in Arbeitspakete vorstrukturiert werden. Das Ergebnis der Arbeit wird von der Arbeitsgruppe dem Plenum zur Abstimmung vorgestellt. Die Arbeitsgruppe macht dem Plenum einen Vorschlag über das weitere Vorgehen.

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Beschlüsse der 652. Kammersitzung vom 07.06.2016

Beschluss 652-01 "BYOD"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 07. Juni 2016:

Die Behörde für Schule und Berufsbildung hat in ihrer Pressemitteilung vom 7. April 2016 angekündigt, das BYOD-Pilotprojekt „Start in die nächste Generation“ auszuweiten. In diesem Projekt nutzen Schulen die von den Schülern mitgebrachten privaten Endgeräte (Smartphones, Laptops und Tablets) für den Einsatz im Unterricht.

Vor diesem Hintergrund fordert die Elternkammer:

Die Beistellung privater Endgeräte für schulischen Einsatz darf keine Pflicht werden. § 30 HmbSG garantiert Lernmittelfreiheit. Diese ist weiterhin zu gewährleisten.

Für durch die Schule bereitgestellte Endgeräte darf auch kein Kostenbeitrag gemäß § 30 HmbSG Abs. 1 Satz 2 erhoben werden. Bei diesen Endgeräten handelt es sich nämlich weder um Verbrauchsmaterial, noch verbleiben die Geräte anschließend im Besitz der Schüler.

Schüler, deren Eltern keine Endgeräte beistellen können, dürfen nicht benachteiligt werden. Diese Schüler müssen von der Schule kostenfrei mit Leihgeräten ausgestattet werden. Dies betrifft insbesondere Schüler in Mindestsicherung. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die „BuT-Quote“ in einzelnen Stadtteilen deutlich oberhalb von 50 % liegt.

Der Zuschuss für Schulbedarf aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beträgt lediglich 100 € pro Schuljahr. Das zusätzliche Abzweigen einer „Miet- oder Versicherungsgebühr“ für digitale Endgeräte von diesem Zuschuss verbietet sich aus offensichtlichen Gründen.

Ein „Wettbewerb“ der Schüler untereinander um das jeweils neueste und modernste Endgerät muss vermieden werden.

Voraussetzung für die Teilnahme einer Klasse am Projekt war, dass alle Eltern der Nutzung privater Endgeräte zustimmen. In Einzelfällen haben Eltern die Zustimmung verweigert, was dazu geführt hat, dass diese Klassen nicht teilnehmen konnten. Es müssen verbindliche Regeln festgelegt werden, welche einerseits die begründeten Bedenken dieser Eltern berücksichtigen, andererseits aber auch nicht die Nutzung moderner Endgeräte im Unterricht verhindern.

Viele Schulen haben gerade in den letzten Jahren Regeln für die Nutzung von mobiler Elektronik aufgestellt. Diese – oft betont restriktiv ausgelegten – Regeln stehen häufig der Nutzung im Unterricht entgegen. Es ist nicht vermittelbar, dass die Beistellung von privaten Endgeräten für die Nutzung im Unterricht erwünscht, jedoch gleichzeitig die private Nutzung derselben Endgeräte verboten wird. Zum Bildungsauftrag der Schule gehört aus Sicht der Elternkammer insbesondere, einen vernünftigen Umgang mit modernen Medien, insbesondere eine Balance zwischen schulischer und privater Nutzung, zu vermitteln.

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Beschluss 652-05 "Musterflächenprogramm"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 07. Juni 2016:

Vorbemerkung:

Die Elternkammer Hamburg hat in ihrem Positionspapier zum Schulbau in Hamburg auch zu der Frage der Umwidmung, Um- und Neubau und der Planung von Schulgelände und Schulgebäuden Stellung genommen (Stellungnahme 634-02 Positionspapier Schulbau vom 06.05.2014 und Beschluss 633-04 Rückbau Schulflächen vom 06.05.2014) ohne dass eine Antwort der BSB oder Schulbau Hamburg auf die Anträge erfolgte. Notwendigerweise wird in diesem Antrag in Verbindung mit den genannten Anträgen nun auf das Musterflächenprogramm eingegangen.

Antrag:

Beim Musterflächenprogramm besteht folgender Nachbesserungsbedarf:

a. In die Bemessungsgrundlage für den Raumbedarf ist im Rahmen der Inklusion zusätzlicher Raum zu berücksichtigen und explizit aufzuführen.

b. Die für Schülerin und Schüler nutzbare Außenfläche von zurzeit 5 qm ist deutlich zu klein ausgelegt. Hier ist eine Korrektur vorzunehmen.

Als Begründung für eine Umwandlung von Schulraum wird häufig das Musterflächenprogramm herangezogen. Bei dieser Bemessungsgrundlage sind weder der Raumbedarf von behinderten Kindern, die eventuell auf einen Rollstuhl angewiesen sind, oder Kindern, die einen Rückzugsraum z.B. wegen einer psychischen Erkrankung benötigen, noch der von zusätzlichen Lehrkräften oder Sozialpädagogen. Hier besteht Nachbesserungsbedarf.

Ebenfalls Nachbesserungsbedarf besteht bei der Festlegung der nutzbaren Außenfläche pro Schülerin bzw. Schüler. Diese Zahl ist dringend nach oben hin zu korrigieren, wobei die nutzbare Außenfläche weder Fahrradständer noch Plätze für Abfallcontainer oder Grünflächen vor Schulgebäuden oder Hecken etc. beinhalten kann. Der Begriff nutzbare Außenfläche ist in nutzbare bespielbare Außenfläche zu berichtigen.

Die Elternkammer fordert die BSB auf, darauf hinzuwirken, dass das Musterflächenprogramm entsprechend geändert wird.

Eine Antwort der BSB zu diesem Antrag wird bis Ende des Schuljahres erwartet.

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Stellungnahme 652-02 "Schulorga"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 07. Juni 2016:

Die Elternkammer Hamburg nimmt die Verordnung über Maßnahmen der Schulorganisation zum Schuljahresbeginn 2016/2017 zur Kenntnis und merkt zu einzelnen Maßnahmen an:

§ 2 Errichtung von Schulen

Wir begrüßen, dass mit der Einrichtung des Gymnasiums Struensee das Angebot in der Region verbessert wurde. Gleichzeitig kritisieren wir aber auch die Informationspolitik und den Umgang mit den Familien, die von der Schließung der Stadtteilschule am Ort betroffen waren. Ebenso soll zwar mittelfristig die regionale Versorgung in Altona-Altstadt mit Schulplätzen an Stadtteilschulen gesichert sein (siehe SKA 21/527), die aktuellen Anmeldezahlen zeigen allerdings, dass die Max-Brauer-Schule, die Stadtteilschule am Hafen und die Stadtteilschule Bahrenfeld ausgelastet sind. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Die geplanten Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten müssen schnellstmöglich realisiert werden.

§ 3 Schließung von Zweigstellen

(1) GS Karlshöhe, Zweigstelle Lienaustraße

Die Elternkammer Hamburg befürwortet den Vorschlag zum Bustransfer für die betroffenen Schüler zum Hauptstandort Karlshöhe, um größere Härten im Bereich der Schulweglänge zu vermeiden.

Gleichzeitig verweist die Elternkammer Hamburg auf die problematische Situation, dass hier ein Grundschulstandort geschlossen wird. Damit wird der Grundsatz "kurze Beine - kurze Wege" für die zukünftigen dort wohnenden Schülergenerationen keine Berücksichtigung mehr finden.

(2) GS Bramfeld, Zweigstelle Bramfelder Dorfplatz

Die Nichteinhaltung des Grundsatzes "kurze Beine - kurze Wege" gilt auch für die Schließung der Zweigstelle der GS Bramfeld.

§ 4 Einrichtung von Eingangsklassen

Die Elternkammer Hamburg begrüßt den Neubau der Schule am See in Steilshoop und schließt sich der Erwartung der Behörde, dass die Akzeptanz der Schule am neuen Standort deutlich steigen wird und die Anmeldezahlen sich erhöhen werden, an. Fraglich ist jedoch, warum diese organisatorische Maßnahme auf fünf Jahre angelegt ist. Mit dem Bau wurde bereits begonnen und mit dem Bezug des neuen Schulgebäudes wird doch eher kurz- als mittelfristig zu rechnen sein. In der Folge wird dann erwartungsgemäß also die Ein- oder Zweizügigkeit überwunden sein.

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Stellungnahme 652-03 "Ingenieurwissenschaften"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 07. Juni 2016:

Berufliche Gymnasien – Gymnasiale Oberstufe - Rahmenplan Schwerpunkt Ingenieurwissenschaften

Die Elternkammer gegrüßt die geplante Einführung des neuen Studiengangs Ingenieurwissenschaften und nimmt den vorgelegten Rahmenplan vom HIBB zustimmend zur Kenntnis.

Die Elternkammer empfiehlt jedoch eine Klarstellung, dass mit dem Inkrafttreten zum 1. August 2016 nur die zu diesem Zeitpunkt begonnene Vorstufe betroffen ist, also erstmalig für diesen Jahrgang ab Sommer 2017 der Unterricht im neuen Schwerpunkt Ingenieurwissenschaften beginnt.

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Beschlüsse der 650. Kammersitzung vom 03.05.2016

Beschluss 650-01 "Einrichtung eines temporären Ausschusses"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 03. Mai 2016:

Die Elternkammer Hamburg richtet den temporären Ausschuss zum Thema „Unterricht mit digitalen Mitteln“ ein. Der Ausschuss soll den Namen „Lernen mit Netz“ bekommen um ihn klar vom Informatikunterricht abzugrenzen. Der Ausschuss wird für ein Jahr eingerichtet.

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Beschlüsse der 649. Kammersitzung vom 12.04.2016

Stellungnahme 649-02 "Richtlinie Klassenfahrten"

Die Elternkammer beschließt in ihrer Sitzung am 12. April 2016:

Die Elternkammer nimmt die Änderungen in der Neufassung zur Richtlinie für Schulfahrten zustim-mend zur Kenntnis und begrüßt insbesondere die Anpassung der Reisekostenerstattungssätze an das Hamburgische Reisekostengesetz.

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Stellungnahme 649-05 "Beschulung Flüchtlingskinder"

Die Elternkammer beschließt in ihrer Sitzung am 12. April 2016:

Die Elternkammer begrüßt, dass Hamburg als eines von wenigen Bundesländern allen geflüchteten Kindern im schulpflichtigen Alter das Recht auf schulische Bildung einräumt.
Insbesondere die Beschulung der Kinder in zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen ist ein guter Ansatz. Da es aktuell in Hamburg noch zu wenige Folgeunterkünfte gibt, müssen die Geflüchteten weit länger, als die geplanten maximal 6 Monate in den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden, bevor sie in eine öffentlich-rechtliche Unterkunft umziehen können. Daher ist der Beginn der schulischen Bildung in Hamburg bereits in den Erstaufnahmen der richtige Schritt.

Die Elternkammer versteht die Probleme, die durch die hohe Fluktuation und die Raumknappheit in den Erstaufnahmen zur Zeit verhindern, dass bereits alle Kindern in den Erstaufnahmeeinrichtungen beschult werden, mahnt aber an, dies kurzfristig zu gewährleisten. Das könnte beispielsweise durch das Ausweichen von Lerngruppen in Räumlichkeiten umliegender Schulen ermöglicht werden.

Des Weiteren fordert die Elternkammer eine gleichmäßige Einrichtung von Basis- und internationalen Vorbereitungsklassen ("IV-Klassen") im gesamten Stadtgebiet. Hierbei müssen zwei Anforderungen abgewogen werden:

1. kurze Beine kurze Wege
Besonders für die Kinder im Grundschulalter ist eine Beschulung in unmittelbarer Nähe zu ihren Unterkünften zu ermöglichen.

2. Eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Basis und IV-Klassen im gesamten Stadtgebiet
Um die Chancen auf eine gelungene Integration zu erhöhen, sieht es die Elternkammer als erforderlich an, Basis und IV-Klassen gleichmäßig im gesamten Stadtgebiet, d.h. an allen allgemeinbildenden Schulen einzurichten. Die Kammer begrüßt die Absicht des Senators, dass auf vier Regelklassen nicht mehr als eine Basis- oder IV-Klassen eingerichtet werden soll. In Abwägung mit der ersten Forderung bedeutet dies, dass ältere Schüler (ab Klasse 5) unter Umständen einen weiteren Schulweg in Kauf nehmen müssen.

Aktuell laufen die IV Klassen an verschiedenen Standorten stark unterfrequent. An dieser Stelle muss der Prozess der Zuweisung im Sinne der SchülerInnen deutlich verbessert werden.

 

Die Einrichtung eines "Flüchtlingsreferats" in der Schulbehörde wird begrüßt, insbesondere die Verteilung der Flüchtlingskinder auf Basis- und IV-Klassen leistet einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung des Übergangs in das Regelschulsystem.

Wir mahnen jedoch an, zeitnah über den Prozess dieses Übergangs intensiv nachzudenken. Die Elternkammer sieht hierbei folgende Probleme:

  • Im Gegensatz zu den üblichen Anmelderunden, in denen die Kinder einmal im Jahr in die Eingangsklassen 1 und 5 übergehen, werden die Kinder aus Basis und IV-Klassen unterjährig in die Regelklassen wechseln. Dieses neue Verfahren ist bisher nur für Schulwechsler und Umzügler angewendet worden. Offen ist, wie gut die Schulen organisatorisch für die unterjährigen Wechsel in allen Jahrgängen vorbereitet sind (Schulbüros, Klassenfrequenzen, Kom-munikation mit Eltern und Schülern).
  • Nur an Grundschulen mit ausreichender Kapazität, könnte der Übergang am ehesten gelingen, da zu erwarten ist, dass die Kinder aus den Basis- und IV-Klassen in der großen Mehrheit am Standort verbleiben werden. Es muss allerdings sichergestellt sein, das dadurch die Klassen nicht überfrequent laufen oder bestehende Klassenverbände neu zusammengesetzt werden. Eine Integration kann hier bereits vor dem eigentlichen Wechsel in die Regelklasse erfolgen (z.B. durch gemeinsamen Musik- oder Sportunterricht).
  • An Stadtteilschulen sind aus Sicht der Kammer hingegen größere Herausforderungen zu erwarten. Auch wenn gemäß Anforderung 2 einige IV-Klassen an Gymnasien eingerichtet werden, ist zu erwarten, dass aus diesen Klassen nur wenige Kinder den Übergang in die gymna-siale Schullaufbahn schaffen. Das heißt, dass diese Kinder nach einem Jahr IVK-Besuch hauptsächlich in die Regelklassen der Stadtteilschulen übergehen werden. Dies bedeutet für diese Kinder einen Standortwechsel, der bereits für deutsche Kinder (Übergang 6->7) nicht einfach zu meistern ist. Die Kammer fordert die Schulbehörde auf, hierfür gesonderte Prozes-se zu definieren und für eine enge Begleitung der betroffenen Kinder und Eltern zu sorgen.
  • Gleiches gilt für die IV-Klassen, die nicht jahrgangsgerecht am Schulstandort untergebracht sind zum Beispiel IVK 5-10 an Grundschulstandorten.
  • Es ist aktuell völlig offen, wie die Behörde die bisher geltenden Klassenfrequenzen einhalten kann, wenn unterjährig Kinder aus IV-Klassen in die Regelklassen aufgenommen werden müssen. Für die Kammer ist weder eine grundsätzlich unterfrequente Einrichtung von Eingangsklassen (Klassenstufen 1 und 5), noch eine regelmäßige überfrequente Klassenstärke denkbar. Ob die bereits üblichen Fluktuationen durch Umzüge genügend Plätze für die geflüchteten Kinder schaffen, erscheint uns mehr als zweifelhaft.
  • Der aktuell gültige Schulentwicklungsplan ist ohne den Zuzug von mehreren zehntausend Geflüchteten erstellt worden. Eine Überarbeitung hinsichtlich der Raumkapazitäten und der Zügigkeit aller Regelschulen (Grund- und weiterführenden Schulen) erscheint der Kammer dringend erforderlich siehe Beschluss 648-04. Ansonsten sieht die Kammer die Gefahr, dass das aktuelle Bauprogramm an den Hamburger Schulen am Bedarf vorbei läuft, und teure Nachjustierungen erforderlich werden. Auch sollte aufgrund der aktuellen Raumknappheit darüber nachgedacht werden, den Unterricht für IV-Klassen auf den Vor- und Nachmittag aufzuteilen. Dieses System wird schon seit Jahrzehnten im europäischen Raum praktiziert.
  • Viele Kinder gehen mit deutlich erkennbaren Lernrückständen von den IV-Klassen in die Regelklassen über. Hier wäre eine Neuregelung denkbar, dass die Kinder im Anschluss an die IVK ein sogenanntes duales Schuljahr durchlaufen. Dabei werden Kinder nach der IVK ein Jahr zurückgestuft (z.B. IVK 4 in Regelklasse 3) und nehmen in der Regelklasse am Kernunterricht + Sport teil. Während der übrigen Unterrichtsstunden erhalten die Kinder gesonderte Förderung, um die individuellen Lernrückstände aufzuholen. Dies erfolgt ebenfalls für ein Jahr unabhängig vom Schuljahr. Dieses gilt insbesondere auch für die geflüchteten SchülerInnen, die kurz vor den Abschlüssen zum ESA und MSA stehen.

 

Bereits im Vorschulalter, wie auch in allen anderen Altersstufen sollte die Sprach- und Wertevermittlung im Vordergrund stehen. Das LI bietet für IVK-Lehrer zu diesem Thema Fortbildungen an: Wir denken jedoch, dass die Wertevermittlung vor allem im Klassenverband der Regelklasse den gewünschten Erfolg erzielen wird, sodass außer Frage steht, dass alle SchülerInnen verbindlich und regelmäßig in dieser Sozialkompetenz geübt werden müssen.

Die Mittel für Kulturmittler müssten aufgestockt werden, da das meiste Geld für das Dolmetschen durch ebendiese ausgegeben wird und nicht für das Brückenschlagen zwischen den Kulturen. Ideal-erweise sollte jeder Schule mit IV-Klassen pauschal ein Kulturmittler zugewiesen werden.

 

Wir als Elternkammer sind stolz darauf, dass Hamburg, das Tor zur Welt, vorbildhaft für ganz Deutschland diese Aufgabe ernst nimmt und kontinuierlich nach Wegen sucht, um den schutzsuchenden Kindern und Jugendlichen, den bestmöglichen Weg in eine gesicherte Zukunft zu ermöglichen.

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Beschlüsse der 648. Kammersitzung vom 16.02.2016

Stellungnahme 648-01 "Verordnung Zulassungszahlen"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 16. Februar 2016:

Die Elternkammer Hamburg nimmt den Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Zulassungszahlen für Schulen mit Zulassungsbeschränkungen zur Kenntnis.

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Beschluss 648-03 "Verlängerung AI"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 16. Februar 2016:

Der temporäre Ausschuss für Integration wird bis zum Ende der 20.Kammerperiode verlängert.

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Beschluss 648-04 "SEPL+Rahmenplan SBH"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 16. Februar 2016:

Überarbeitung des Schulentwicklungsplans und des Rahmenplans zu Baumaß-nahmen an Schulen

Die Elternkammer erwartet von der BSB und Schulbau Hamburg eine Überarbeitung des Schulent-wicklungsplanes (SEPL) und des Rahmenplan für den Schulbau.

Der letzte „Schulentwicklungsplan für die staatlichen Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien Hamburg“ (SEPL) stammt aus dem Jahr 2011.

Der zurzeit vorliegende SEPL ist veraltet und dringend überholungsbedürftig.

Auf den SEPL begründet sich der Rahmenplan Schule der Finanzbehörde (z.Zt. vorliegend für den Schulbau in Hamburg bis ins Jahr 2019 bzw. 2025). Auch dieser Rahmenplan ist damit nicht mehr aktuell und kann nicht mehr die geeignete Planunterlage für den Schulbau sein.

Die Elternkammer Hamburg fordert die BSB daher auf, den Schulentwicklungsplan einer Aktualisierung zu unterziehen und in Folge gleichermaßen Schulbau Hamburg den Rahmenplan zu überarbeiten.

Die Elternkammer erwartet von den Behörden eine baldige Stellungnahme zu den Punkten.

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Beschluss 648-05 "Fortführung Elterntag"

Die Elternkammer beschließt auf Ihrer Sitzung am 16.02.2016:

Die Elternkammer wünscht eine Fortsetzung der Kooperation mit dem LI (Landesinstitut für Lehrer-bildung und Schulentwicklung) und die Ausrichtung des Elterntages als gemeinsame Veranstaltung beider Institutionen mit dem Ziel der Information der Eltern zu wichtigen schulischen Themen. Der Elterntag soll unter Beteiligung des jeweiligen Bildungssenators an einem Abend an einem Wochen-tag als mindestens zweistündige Veranstaltung stattfinden. Der für die Organisation des Elterntages zuständige ÖFFA (Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit und besondere Veranstaltungen) legt die De-tails in Absprache mit dem LI fest und überprüft regelmäßig die Wirksamkeit der Veranstaltung an-hand messbarer Kriterien wie Anmeldezahl und Rückmeldungen. Anhand der Ergebnisse entwickelt der ÖFFA Strategien zu Verbesserung der Außenwirkung und Wahrnehmung der Elternkammer.

Ergänzend hierzu soll es nach dem Vorbild der vom GSU (Ausschuss für Gesundheit, Sport und Umwelt) mit dem SPZ (Suchtpräventionszentrum am LI) durchgeführten Veranstaltungen zwei bis drei weitere, regionaler aufgestellte Themenabende pro Jahr zu aktuellen Themen an großen Schulen oder geeigneten Veranstaltungsorten geben.

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Beschluss 648-06 "BER-Gäste Hauptausschuss"

Das Plenum der Elternkammer beschließt auf seiner Sitzung am 16. Februar 2016:

Die Elternkammer Hamburg entsendet die Kammermitglieder Hülya Melic und Ebrahim Yousefzamany, vor-behaltlich der endgültigen Zustimmung des BundesElternRates, als Gäste zur Hauptausschusstagung des BER vom 15.-17.04.2016 in Potsdam.

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