Berufsorientierung und Studienorientierung (BOSO)

Nach dem Hamburger Schulgesetz ist die Berufsorienierung ein Aufgabengebiet, das fächerübergreifend an Schulen zu unterrichten ist. Die Bildungspläne für STS und Gymnasien geben hier auch Mindestanforderungen am Ende der Jahrgansstufen 6,8, und 10 vor. Auch für den Lernbereich "Arbeit und Beruf" gibt es einen Bildungsplan für STS.

Im Schuljahr 2013/14 wurde das Rahmenkonzepts "BOSO" für die Jahrgangsstufen 8 - 10 eingeführt. Ab dem kommenden Schuljahr müssen alle weiterführenden Schulen ein Konzept hierzu haben. Die Berufs- und Studienorientierung ist Bestandteil des Schulprogramms.

Das Ziel:
Alle Schülerinnen und Schüler haben spätestens zum Ende der Klassenstufe 10 die eigenen beruflichen Neigungen, Fähigkeiten und Interessen geklärt.
Sie haben eine klare Perspektive für die weitere schulische und berufliche Laufbahn.

Verbindliche Inhalte des schulischen Konzepts zur Berufs- und Studienorientierung sind laut Rahmenvorgabe:

  • Festlegung der Lernangebote zu den verbindlichen sechs Themen der Berufs- und Studienorientierung,
  • Kooperationsvereinbarung zwischen Stadtteilschule und berufsbildenden Schulen
  • Gewährleistung der individuellen Anschlussplanung mit dem Berufs- und Studienwegeplan
  • Benennung der Ansprechpartnerinnen bzw. Ansprechpartner für jede Schülerin bzw. jeden Schüler,
  • Auswahl der Verfahren zur Ermittlung berufsbezogener Kompetenzen
  • Durchführung von Praktika und anderen Lernangeboten an außerschulischen Lernorten
  • Regelung der Zusammenarbeit mit Sorgeberechtigten und anderen außerschulischen Partnern der Berufs- und Studienorientierung
  • Festlegung der Verfahren zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung sowie zur Berichterstattung 

Die verbindlichen sechs Themen der Lernangebote sind hierbei:

  • Klärung der individuellen Interessen und Stärken
  • Ermittlung der individuellen Kompetenzprofile (Bereich überfachliche Kompetenzen und Ausbildungseignung)
  • Individuelle Übergangsplanung und Steuerung mit Berufs- und Studienwegeplan
  • Ermittlung der Anforderungen in relevanten Bereichen der Berufsausbildung oder des Studiums und Vergleich mit dem jeweils persönlichen Kompetenzprofil
  • Berufs- und Arbeitswelt, Praxislerntage, Lernangebote an außerschulischen Orten
  • Vorbereitung auf betriebliche, schulische oder hochschulische Auswahlverfahren

Weiterführende Informationen finden Sie in eben der BOSO-Rahmenvorgabe (s.u.). 

Unterstützung bei der Erstellung des Konzepts finden Schulen in der Servicestelle BOSO (http://servicestelle-boso.de), sowie im Zentrum Schule & Wirtschaft (ZWS) des LI Hamburg (http://li.hamburg.de/zsw/). Das ZWS vergibt auch das Siegel "Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung"

Die Schule muss der Schulöffentlichkeit über das Konzept berichten! Vielleicht wäre das mal ein Interessanter Pnkt für die nächste Sitzung ders Elternrats oder der Schulkonferenz 

Weiterführende Informationen:
Bildungsplan STS "Aufgaben-Gebiete": https://www.hamburg.de/contentblob/2372700/c4fd17fb078e738c53b93052b081d454/data/aufgabengebiete-sts.pdf
Bildungsplan STS "Arbeit und Beruf": https://www.hamburg.de/contentblob/2372652/96cfdf1568a8e5ea1cc77b61b179e577/data/lb-arbeit-beruf-sts.pdf
Rahmenvorgaben für die Berufs- und Studienorientierung an Stadtteilschule und Gymnasium: http://li.hamburg.de/contentblob/2966772/f92d0fef32af231d7bf06ff3da105028/data/download-pdf-rahmenvorgaben-fuer-die-berufs-und-studienorientierung.pdf
Präsentation des BOSO-Konzeptes auf der Sitzung des ASTS im April 2016