Flüchtlingskinder in Hamburg

Die Krisen weltweit haben große Auswirkungen auf unseren Schulalltag. Die Zahl der Flüchtlingskinder ist innerhalb der letzten 3 Jahre um 300% gestiegen. In Anbetracht der Lage, ist davon auszugehen, dass sich diese Zahlen in den nächsten Monaten verdoppeln werden.

Der Schulbehörde ist es bislang nicht gelungen, die Flüchtlingskinder erfolgreich an den Schulen zu integrieren. Oft sind es ganz einfache Gründe wie z.B. sprachliche Barrieren, kulturelle Unterschiede oder aber auch die Scheu vor Fremden, die diesen Schülern den Start in ein Leben bei uns erschweren.

Ein Großteil dieser Kinder kommt aus Kriegsgebieten. Sie mussten in jungen Jahren schon grausige Erfahrungen machen. Diese Kinder können schwer traumatisiert sein, so dass sie neben einem geregelten Schulalltag eine parallele und intensive Betreuung sowohl während der gesamten Schulstunden als auch in den Pausenzeiten benötigen. Derzeit ist jeweils ein Lehrer in der Alpha- oder Internationalen Vorbereitungsklasse vorgesehen. Die Klassenfrequenz liegt bei 12 SchülerInnen.

Situation der Flüchtlingskinder in Hamburg

In der Regel sollen die Flüchtlinge für 3 Monate in der Erstaufnahme wohnen. Während dieser Zeit läuft das Asylverfahren. Die Beschulung findet in der Erstaufnahme durch die Schulbehörde statt. Sie dürfen nicht an der Regelschule aufgenommen werden.

  • Tatsächlich bleiben die Familien teilweise bis zu 6 Monate in den Erstaufnahmen. Mittlerweile, wird das Einschulen aufgrund der Engpasssituation an der Regelschule geduldet.

  • Bei keiner Entscheidung zum Asylverfahren kommen die Familien in die Wohnunterkünfte und besuchen dann Alpha- oder Internationale Vorbereitungsklassen an der jeweiligen Regelschule.

  • Betreuungsschlüssel in den Wohnunterkünften liegt bei 1:80

  • Nach Entscheidung über das Asylverfahren, wechseln sie in Wohnungen des Hamburger Immobilienmarktes.