Wie arbeitet die Elternkammer?

Im Laufe eines Jahres werden viele Gesetze, Erlasse, Verordnungen und Maßnahmen für den schulischen Bereich geschrieben oder geändert; alle Vorlagen werden der Elternkammer vorgelegt und dort ausführlich beraten.

Diese Beratungen finden vorwiegend in themenbezogenen Ausschüssen statt. Es gibt z.B. Ausschüsse zu Stadtteilschulen, Gymnasien, Grundschulen, aber auch Gesundheit, Inklusion etc. In der Regel kommt es dann zum Verfassen einer Stellungnahme, die dann noch einmal vom gesamten Plenum - der "Vollversammlung" - bestätigt werden muss.

Die Elternkammer kann natürlich auch eigene Themen aufgreifen, wenn sie Missstände wahrnimmt oder Verbesserungsvorschläge einbringen möchte.

Ziel der Elternkammer ist es, mit ihren Stellungnahmen Entscheidungen der BSB zu beeinflussen, auf Änderungen und Ergänzungen hinzuwirken oder die Konsequenzen behördlichen und politischen Handelns aufzuzeigen.

Die Behörde muss die Elternkammer bei der Meinungsfindung nach Kräften unterstützen, Fragen beantworten (auch schon mal im direkten Gespräch mit dem zuständigen Senator), Referenten zu Themen zur Verfügung stellen etc.

In manchen Fällen führen schon kritische Nachfragen und die Gespräche mit Behördenvertretern zu differenzierteren Maßnahmen als ursprünglich geplant.

Die Stellungnahmen gehen dann in die Deputation. Deputationen sind besondere Bürger-Gremien in Hamburg zur Mitwirkung und Kontrolle in den Landesbehörden. Jedem Senator ist eine Deputation anhand gegeben. Da die Deputationen einen wichtigen Einfluss auf den Haushaltsplan der Behörde und auf grundsätzlichen Entscheidungen und Änderungen in der Behörde haben, ist es wichtig, hier fundierte und gut beratene Stellungnahmen einzubringen.

Auch die Schülerkammer und die Lehrerkammer geben ihre Stellungnahmen in die Deputation. Daher kommunizieren die drei Kammern natürlich auch untereinander und beraten sich auch gegenseitig.

Die Elternkammer ist auch Mitglied im Landesschulbeirat. Dieser dient der Zusammenarbeit zwischen den am Schulwesen unmittelbar beteiligten Gruppen und den mittelbar beteiligten öffentlichen Institutionen. Er kann zu allen Grundsatzfragen des Schulwesens Stellung nehmen und berät die zuständige Behörde bei grundlegenden Änderungen des Schulwesens. Auch hier kann die Elternkammer also Einfluss nehmen

Die folgende Grafik möchte dieses Zusammenspiel der Gremien verdeutlichen (bitte anklicken zum Vergrößern).

Hier gibt es sie auch als pdf