Beschluss Gleichstellung von Online-, Hybrid- und Präsenz-Sitzungen von Ausschüssen oder Arbeitsgruppen (Beschluss 749-04)

Die Elternkammer hat am 02.12.2025 beschlossen:

Wir fordern die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung auf, die notwendigen rechtlichen, organisatorischen und technischen Grundlagen zu schaffen, um Online-, Hybrid- und Präsenzsitzungen für Ausschüsse und Arbeitsgruppen gleichzustellen.
Die jeweilige Form der Sitzungen soll von den Ausschüssen bzw. Arbeitsgruppen selbstständig entschieden werden.

Begründung:


Die gegenwärtige ungleiche Behandlung der Sitzungsformate erschwert das Engagement der


Kammermitglieder und vermittelt ein Signal, das nicht im Einklang mit der Selbstauffassung der Kammer steht.
Präsenzsitzungen sind gut und haben Vorteile, da sie den persönlichen Austausch fördern, spontane Rückfragen erleichtern und ein unmittelbares Miteinander ermöglichen, das für viele Diskussionen besonders wertvoll ist. Dennoch sind auch einige Nachteile zu berücksichtigen. Unser Anliegen ist es, allen Kammermitgliedern die Teilnahme an den Sitzungen der Arbeitsgruppen zu ermöglichen. Durch die Gleichstellung von Präsenz-, Online- und Hybridsitzungen möchten wir Einstiegshürden senken und eine breitere Beteiligung ermöglichen – gerade auch von Elterngruppen, deren Mitwirkung aufgrund familiärer, beruflicher oder organisatorischer Umstände bislang erschwert ist. Ihre Perspektiven und Erfahrungen sind für unsere gemeinsame Arbeit besonders wertvoll, da sie die Vielfalt der Sichtweisen erweitern und zur Qualität der Entscheidungsfindung maßgeblich beitragen.

Wir sehen folgende Vorteile:

Erleichterte Teilhabe: Eltern mit weiter Anreise, familiären Verpflichtungen oder besonderen Betreuungssituationen können ohne zusätzlichen zeitlichen oder organisatorischen Aufwand teilnehmen. Vereinbarkeit mit Beruf: Berufstätige Eltern, insbesondere solche, die sich beruflich außerhalb Hamburgs befinden, erhalten die Möglichkeit, sich trotzdem aktiv und gleichberechtigt einzubringen. Zeitgemäße Praxis: Digitale Kommunikationsformen gehören inzwischen in Schule, Ausbildung und Beruf zum Alltag. Ihre Nutzung spiegelt eine moderne Arbeitsweise wider, fördert digitale Kompetenzen und ist ressourcenschonend. Die Vielfalt der Perspektiven stärkt die Qualität der Entscheidungsfindung und die demokratische Legitimation unserer Arbeit.


Antragsteller
ADZL – Arbeitsgruppe Digitalität und zukünftiges Lernen
Elternkammer Hamburg

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