Mitunterzeichnung des Positionspapiers der ästhetischen Fachverbände zur Neugestaltung der Oberstufe sowie der APO-AH (Beschluss 754-01)

Die Elternkammer Hamburg hat auf Ihrer Sitzung am 26.05.2026 beschossen:

Die Elternkammer Hamburg unterstützt die Forderungen des gemeinsamen Positionspapiers der Fachverbände Bildende Kunst, Musik und Theater zur geplanten Neugestaltung der gymnasialen Oberstufe und der APO-AH und unterzeichnet dieses

Positionspapier mit. Die Elternkammer spricht sich insbesondere dafür aus,

  • die Belegpflicht in den ästhetischen Fächern Bildende Kunst, Musik und Theater über vier Semester beizubehalten sowie
  • die Möglichkeit zu sichern, in allen ästhetischen Fächern sowohl auf grundlegendem als auch auf erhöhtem Niveau Abiturprüfungen abzulegen.

Die ästhetischen Fächer leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur allgemeinen Bildung, Persönlichkeitsentwicklung sowie zur demokratischen und kulturellen Teilhabe junger Menschen. Sie fördern Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Kooperation, kritisches Denken sowie andere, häufig besonders motivierende Zugänge zu Lernen, Ausdruck und Reflexion.

Gerade angesichts zunehmender psychischer Belastungen, hoher Leistungsverdichtung und wachsender Digitalisierung haben sie zudem eine wichtige stabilisierende Funktion im schulischen Alltag.

Die bisherige Stellungnahme der Elternkammer zur Oberstufenreform hat die zusätzlichen verpflichtenden Semesterkurse im Zuge der KMK-Vorgaben vor allem unter dem Gesichtspunkt der Gesamtbelastung der Schülerinnen und Schüler betrachtet. Daraus folgt jedoch keine besondere Kürzungsnotwendigkeit gerade im Bereich der ästhetischen Bildung. Bereits heute machen die ästhetischen Fächer nur einen vergleichsweise kleinen Anteil der verpflichtenden Oberstufenbelegung aus. Eine weitere Reduzierung würde vor allem zulasten kultureller, kreativer und persönlichkeitsbildender Bildungsanteile gehen.

Die geplante Verringerung der Belegpflicht würde den verbindlichen Stellenwert kultureller und ästhetischer Bildung in der Oberstufe deutlich schwächen und Bildungsangebote stärker von schulischen Ressourcen oder dem Elternhaus abhängig machen. Dies widerspricht dem Anspruch auf Bildungsgerechtigkeit und moderner Allgemeinbildung.

Die Elternkammer Hamburg unterstützt daher die Position der Fachverbände und spricht sich für den Erhalt einer verbindlichen ästhetischen Bildung in der Oberstufe aus.

Antragssteller:

Simone Kohl
Nadine El-Allawy-Scherres
Birga Brandner
Kerstin Ecke
Elternkammer Hamburg

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