Sicherheit von Kindern muss Vorrang haben – Elternkammer Hamburg fordert schnelle Lösung für den Standort des Abrigado 

Die Elternkammer Hamburg zeigt sich tief besorgt über die aktuelle Situation rund um die Suchthilfeeinrichtung Abrigado in unmittelbarer Nähe der Schule am Park und des Regionalen Bildungs- und Beratungszentrums (ReBBZ). 

Die jüngsten Gewaltereignisse und Schüsse im Umfeld der Einrichtung haben die Sorgen vieler Eltern noch einmal deutlich verstärkt. Für uns steht fest: Die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen muss oberste Priorität haben. 

„Wir haben großes Verständnis für die wichtige Arbeit der Suchthilfe und für die Menschen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind. Das Problem ist nicht das Abrigado. Das Problem ist die unmittelbare Nachbarschaft einer Drogenhilfeeinrichtung zu Schulen, an denen täglich Kinder und Jugendliche lernen, spielen und ihren Schulweg bewältigen“, erklärt Simone Kohl, Vorsitzende der Elternkammer Hamburg. 

Aus Sicht der Elternkammer ist die derzeitige Situation schwer nachvollziehbar. Während rund um Schulen besondere Schutzräume geschaffen werden und beispielsweise Cannabis-Verbotszonen gelten, befindet sich gleichzeitig eine Suchthilfeeinrichtung mit entsprechendem Publikumsverkehr direkt neben schulischen Einrichtungen. Wir unterstützen deshalb die Forderung der betroffenen Elternvertretungen nach einer zeitnahen räumlichen Entzerrung. Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Schließung der Einrichtung, sondern um eine Verlagerung an einen geeigneteren Standort mit größerem Abstand zu Schulen und Kindern. 

Besonders kritisch sehen wir, dass eine Lösung offenbar erst mit einem geplanten Neubau in einigen Jahren angestrebt wird. Aus Sicht der Eltern ist dies nicht akzeptabel. Stattdessen sollten alle Möglichkeiten geprüft werden, um kurzfristig Verbesserungen zu erreichen. Dazu gehören auch Interimslösungen, die einen vorübergehenden Umzug ermöglichen könnten. 

„Eltern erwarten zu Recht, dass Schulen sichere Orte sind. Wenn Kinder auf ihrem Schulweg oder in ihrem direkten Schulumfeld mit Gewalt, Drogenhandel oder entsprechenden Begleiterscheinungen konfrontiert werden, darf die Politik nicht auf langfristige Planungen verweisen. Es braucht jetzt konkrete Maßnahmen“, so Kohl weiter. 

Die Elternkammer Hamburg fordert die zuständigen Behörden daher auf, die Sicherheitslage im Umfeld der betroffenen Schulen neu zu bewerten, kurzfristige Alternativen für den Standort des Abrigado zu prüfen, die Sorgen der Elternschaft ernst zu nehmen und schnell wirksame Maßnahmen zum Schutz der Schülerinnen und Schüler umzusetzen. 

Die Elternkammer Hamburg steht solidarisch an der Seite der betroffenen Elternvertretungen und wird sich weiterhin für eine Lösung einsetzen, die sowohl den Bedürfnissen suchtkranker Menschen als auch dem Schutz von Kindern und Jugendlichen gerecht wird. 

Der Vorstand 

Elternkammer Hamburg 

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