Elternkammer Hamburg fordert Stopp der Änderungen bei der Schulbegleitung

Die Elternkammer Hamburg fordert die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung auf, die geplanten Änderungen bei der Schulbegleitung zum Schuljahr 2026/27 auszusetzen. Einen entsprechenden Beschluss hat das Plenum der Elternkammer gefasst. 

Nach Auffassung der Elternkammer gehen die vorgesehenen Maßnahmen weit über organisatorische Anpassungen hinaus. Sie betreffen unmittelbar die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen oder sonderpädagogischem Förderbedarf und damit deren Teilhabe am Schulalltag. 

Zugleich kritisiert die Elternkammer, dass ihr gesetzlich vorgesehenes Beteiligungsrecht vor der Entscheidung nicht gewahrt wurde. 

„Für viele Kinder ist Schulbegleitung die Voraussetzung dafür, überhaupt am Unterricht und am Schulleben teilnehmen zu können. Solche weitreichenden Veränderungen dürfen weder ohne transparente fachliche Grundlage noch ohne die Beteiligung der Eltern umgesetzt werden“, erklärt Doreen Seele, Vorsitzende des Ausschusses für Diversität und Inklusion der Elternkammer Hamburg. 

Die Elternkammer fordert, die bisherige Praxis bis zum Abschluss eines ordnungsgemäßen Beteiligungsverfahrens beizubehalten und die fachlichen Grundlagen der geplanten Reform vollständig offenzulegen. Dazu gehören insbesondere die Kriterien für die Bedarfsermittlung, die Bewilligung von Schulbegleitung, das Personalkonzept sowie die Auswirkungen auf betroffene Schülerinnen und Schüler. 

„Eine Weiterentwicklung der Schulbegleitung unterstützen wir ausdrücklich. Entscheidend ist, dass jedes Kind die Unterstützung erhält, die es tatsächlich braucht. Der Maßstab muss immer das Kind sein, nicht das System“, so Seele abschließend. „Partizipation predigen, Eltern ausschließen“: 

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